Schweden ist, wie wir wissen, kein Schlaraffenland wo Milch und Honig fließen. Probleme mit Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Alterspyramide sind ähnlich wie in anderen westlichen Ländern auch. Die Arbeitslosenquote liegt bei ca. 5% plus 3-4 Prozent, die in staatlichen Förderprogrammen untergebracht sind.
Für viele Stellen ist es wichtig, dass man schwedisch spricht. Einwanderer, vor allem solche mit Sprachproblemen, finden schwerer einen Job als Einheimische, und bleiben länger arbeitslos.
Das schwedische Arbeitsamt veröffentlicht regelmäßig eine Liste, in welchen Berufsgruppen am meisten offene Stellen angeboten werden. Wer in einem solchen Beruf Arbeit sucht, hat also statistisch etwas bessere Chancen als in den “überlaufenen” Berufen. Gesucht werden Mitarbeiter vor allem in folgenden Bereichen:
Hier können Sie nach Arbeitsstellen suchen:
Es gibt viele Möglichkeiten, auch schon von Deutschland aus nach einem Arbeitgeber zu suchen. Leichter fällt das natürlich demjenigen, der bereits schwedisch versteht.
Erste Anlaufstelle sind sicher die Arbeitsämter in Deutschland und in Schweden. Zusätzlich gibt es private Arbeitsvermittlungen, deren Angebot man ebenfalls prüfen sollte. Regelmäßige Stellenangebote findest Du auch in den schwedischen Tageszeitungen.
Wir EU-Bürger benötigen keine gesonderte Arbeitserlaubnis! Jeder kann sofort nach seiner Ankunft in Schweden anfangen zu arbeiten.
Schweden galt lange Zeit als Land der hohen Steuern. Allerdings ist mit der Einkommensteuer für Arbeitnehmer das meiste der Abgaben bereits bezahlt, so etwa auch die allgemeine Krankenversicherung. Nur für die Altersversorgung werden weitere Abgaben fällig.
Die Einkommensteuer wird zum Teil von der Gemeinde festgesetzt; sie ist unabhängig von der Höhe des Einkommens und beträgt durchschnittlich 31%.
Der zweite Teil wird vom Staat erhoben und richtet sich nach der Höhe des individuellen Einkommens (Steuerprogression). Der Grundbetrag von 34.120 € Jahreseinkommen ist steuerfrei. Darüber werden 20% bis 25% fällig.
Die Rentenversicherungsabgabe beträgt 7%. Insgesamt kann für Gutverdiener also ca. 63% Steuern anfallen.
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